Hirschquelle-Gesundheitswelt.de - Das Gesundheitsportal präsentiert von Hirschquelle
'Eine Erkältung dauert mit Medikamenten sieben Tage und ohne eine Woche.' sagt ein weithin bekanntes Sprichwort. Gegen eine Viruserkrankung, zu der auch viele Erkältungsinfekte zählen, lässt sich meist wenig ausrichten. Viele Ärzte empfehlen daher, die Erkältungssymptome mit bewährten Hausmitteln zu lindern. Wir greifen tief in 'Großmutters Trickkiste' und stellen Ihnen die bewährtesten Mittelchen vor. Grundsätzlich gilt jedoch: Bei fiebrigen Infekten sollte man dringen einen Arzt aufsuchen!
Viel trinken
Viel Flüssigkeit ist das A und O bei einer Erkältung. Jetzt sollten Sie mindestens drei bis vier Liter Flüssigkeit (Kräutertee, Mineralwasser oder Saftschorlen) täglich trinken. So kann der Körper die Erreger besser aus dem Körper spülen und die Schleimhäute befeuchten. Viele weitere Trinktipps finden Sie hier.
Luftfeuchtigkeit
Die trockene Heizungsluft im Winter schadet den Schleimhäuten und macht sie anfällig für bakterielle Infekte, die häufig mit einer Viruserkrankung einhergehen. Mit feuchten Tüchern oder Wasserschalen auf der Heizung können Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen. Lüften Sie zudem regelmäßig.
Vitamine
Läuft die Immunabwehr auf Hochtouren, benötigt der Körper viele Vitamine. Achten Sie daher jetzt besonders auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Wenn Sie jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse essen, sind Sie mit allen wichtigen Gesundheitshelfern versorgt. Übrigens: Vor allem Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte. Es steckt beispielsweise in Zitrusfrüchten wie Orangen oder Zitronen und in Paprikaschoten.
Ruhe
Hat Sie eine Erkältung erwischt, heißt es jetzt, Stress zu vermeiden. Der Körper braucht nun seine ganze Kraft, um mit den Erregern fertig zu werden. Verzichten Sie daher auf Sport oder körperlich anstrengende Tätigkeiten und gönnen Sie sich Ruhe und ausreichend Schlaf.
Erkältungsbad
Durch die Wärme eines Vollbades werden die Schleimhäute besser durchblutet und die Virenvermehrung gehemmt. Zudem lindert das angenehm warme Wasser Gliederschmerzen. Badezusätze mit Eukalyptus, Thymian oder Menthol wirken beruhigend auf die Nasenschleimhäute und Bronchien. Für das Erkältungsbad sollte das Wasser eine Temperatur von circa 38 °C haben. Genießen Sie das Bad zehn Minuten lang. Anschließend packen Sie sich am besten warm ein und gehen gleich zu Bett, denn viel Schlaf hilft jetzt am besten, um lästige Infekte auszukurieren.
Hühnersuppe
Was unsere Großmütter schon lange wussten, fanden unlängst US-Forscher heraus: Die Inhaltsstoffe einer selbst gekochten Hühnerbrühe wirken antibakteriell. Gleichzeitig nehmen Sie durch das leckere Süppchen weitere Flüssigkeit auf und steigern die Körpertemperatur.
Antibakteriell wirkt übrigens auch eine Salzlösung, die Sie zum Gurgeln verwenden können. Lösen Sie dazu einen halben Teelöffel Salz in einer Tasse lauwarmem Wasser auf.
Hilfe aus der Natur
Viele Kräuter wirken lindernd und wohltuend bei einer Erkältung. Salbeitee hilft bei Halsschmerzen. Holundertee kurbelt das Immunsystem an, bringt den Körper ordentlich ins Schwitzen und unterstützt damit die Körperabwehr. Auf ähnliche Art und Weise wirkt auch Ingwer. Schneiden Sie dazu einfach ein paar Scheiben frischen Ingwer klein und überbrühen Sie ihn mit heißem Wasser.
Zwiebeltee wirkt schleimlösend und antibakteriell. Schneiden Sie für den Tee eine Zwiebel in Scheiben und kochen Sie diese für circa fünf Minuten in einem halben Liter Wasser. Gießen Sie den Sud anschließen durch ein Sieb und süßen Sie den Tee mit etwas Honig oder Zucker. Am besten trinken Sie mehrere Tassen des Tees über den Tag verteilt.
Warme Wickel
Kartoffel-Wickel wirken bei Halsschmerzen lindernd. Kochen Sie Pellkartoffeln, legen Sie sie in ein Tuch und zerdrücken Sie diese nun mit einer Gabel. Legen Sie den warmen (nicht zu heißen!) Kartoffel-Wickel für circa 30 Minuten um den Hals.
Wenn sich Ihre Beschwerden trotz aller guten Hausmittel nicht nach einer Woche bessern oder Sie Fieber bekommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Tipp von unserer Expertin Dipl.-Oec.troph. Bettina Dürr:
Nur ein Grippevirus verursacht die echte Grippe oder Influenza. Sie unterscheidet sich vom grippalen Infekt oder der Grippe im Volksmund vor allem durch die Schwere des Krankheitsverlaufs und wird von hohem Fieber begleitet. Während die Erkältung meist schon nach einigen Tagen auskuriert ist, kann sich die echte Grippe zu einer gefährlichen Krankheit entwickeln.

drucken