Hautschutz und -pflege im Sommer

Schön gesund oder schon krank?

Allzu oft hören wir den Ausdruck 'gesunde Farbe' und wir bringen Blässe leider immer wieder mit dem Attribut 'krank' in Verbindung. Was dabei gerne übersehen wird ist die Tatsache, dass eine hohe Sonneneinstrahlung auch zerstörerische Kräfte hat. Dies zeigt sich nicht nur unmittelbar durch Sonnenbrand, der von empfindlicher Rötung der Haut bis hin zu schmerzhaften Brandblasen reicht, sondern auch in den nicht selten auftretenden Spätfolgen wie vorzeitiger Hautalterung oder im schlimmsten Fall Hautkrebserkrankungen.

Wie schütze ich mich am besten?

  • Der beste Sonnenschutz ist immer noch die Kleidung. Je dichter der Stoff gewebt ist, desto weniger schädliche UV-Strahlen dringen durch. 
  • In den Zeiten der höchsten Sonneneinstrahlung, also mittags zwischen 11 und 15 Uhr, sollten Sie die Sonne meiden und den Schatten aufsuchen. 
  • Die Haut von Kindern ist besonders empfindlich: Babys sollten deshalb überhaupt nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Achten Sie auch bei Kleinkindern und Kindern immer auf ausreichenden Sonnenschutz wie langärmelige Kleidung und eine Kopfbedeckung, die auch Nacken und Gesicht mit Schatten versorgt. 
  • Cremen Sie unbedeckte Hautstellen vor dem Aufenthalt im Freien gründlich und während des Sonnenbades immer wieder ein.
Schützen Sie auch Ihre Augen!

Sonnenbrillen schützen das Auge vor Schädigung durch das Sonnenlicht. Achten Sie beim Kauf von Sonnenbrillen jedoch unbedingt auf den angegebenen UV-Schutz. Einige Sonnenbrillen sind oft nur dunkel getönt, bieten aber keinen UV-Schutz. Im Gegenteil: Sie sind umso gefährlicher, da sich die Pupillen hinter den dunklen Gläsern weiten und noch mehr schädliche Strahlung einlassen.

Wie wirkt eine Sonnencreme?

Der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger man mit dem Schutz durch die Creme in der Sonne bleiben kann als uneingecremt. Als Faustregel gilt: Je heller und empfindlicher Ihre Haut ist, desto höher sollte der Schutzfaktor sein. Die Haut von Mitteleuropäern hat einen Eigenschutz, der von circa 5 Minuten (helle Augen und Haare) bis maximal 30 Minuten (dunkle Haare und braune Augen) reicht. Ein Beispiel: Ein Mensch, dessen Eigenschutz der Haut für 10 Minuten bedenkenloses Sonnenbaden ausreicht, könnte sich mit einer Creme mit LSF 10 circa 100 Minuten, also 1 Stunde und 40 Minuten, in der Sonne aufhalten. Jedoch sollte man maximal zwei Drittel - im Beispiel also maximal 65 Minuten - der errechneten Zeit ausreizen, da noch viele andere Faktoren die Sonneneinstrahlung beeinflussen. Beispielsweise ist die Sonneneinstrahlung auf dem Berg intensiver als im Tal. Heller Sand und Wasser reflektieren und intensivieren die Sonnenstrahlen zusätzlich, und je näher Ihr Urlaubsziel am Äquator liegt, desto stärker wird auch die Sonneneinstrahlung.

Welche Sonnencreme ist die richtige?

Leider gibt es viele Sonnencremes, die zwar einen viel versprechenden Lichtschutzfaktor vorweisen, diesen jedoch nur bedingt einhalten oder sogar solche, die eine Reihe von anderen Nebenwirkungen haben. So sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die Sonnenschutzmittel möglichst parfümfrei sind, da Duftstoffe nicht selten Allergien auslösen können.
Darüber hinaus unterscheidet man bei Sonnenschutzmitteln zwischen denen mit chemischen und jenen mit physikalischen UV-Filtern. Manche Lichtschutzmittel bestehen aus einer Kombination dieser beiden Filter. Die am häufigsten verwendeten sind chemische Filter. Kinder, Allergiker und stillende Mütter sollten auf diese verzichten, da sie allergisierend sein können. Die verträglicheren physikalischen UV-Filter bestehen aus mineralischen Lichtschutzsubstanzen. Die Mineralpigmente wirken wie ein Schutzschild und reflektieren die Sonne. Sie erkennen diese Mittel zum Beispiel an Begriffen wie 'Zinkoxid' oder 'Titandioxid' in der Inhaltsstoffliste.

Wenn's brennt ...

Wenn es Sie doch einmal erwischt hat, dann helfen Umschläge mit Joghurt, Quark und Kamillentee gegen die schlimmsten Beschwerden. Und mit alkoholfreien Hautlotionen geben Sie Ihrer Haut die benötigte Feuchtigkeit zurück. Bei einem schweren Sonnenbrand sollten Sie aber einen Arzt aufsuchen.

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