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Im Winter hat es unser größtes Organ, die Haut, besonders schwer: Die Heizungsluft entzieht ihr Feuchtigkeit ebenso wie die kalte, feuchtigkeitsarme Winterluft im Freien, die zusätzlich die Blutgefäße zusammenzieht um die Wärme im Körperinneren zu halten. So bekommt die Haut weniger Nährstoffe, ihr fehlt Sauerstoff und sie wird dadurch empfindlicher als sonst. Bei kalten Temperaturen produzieren die Talgdrüsen außerdem weniger Fett und der natürliche Schutzfilm ist dünner. Jetzt ist es wichtig, der Haut etwas mehr Zuwendung zu gönnen und ein paar Dinge zu beachten, um sie besser zu schützen.
Von innen
Die Haut besteht zu einem großen Teil aus Wasser, mit dessen Hilfe sie auch Schmutz und Schadstoffe absondert. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, die Haut auch von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Viel Trinken ist angesagt: mindestens 1,5 Liter mineralstoffhaltiges Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetee pro Tag sollten es schon sein. Dazu frisches Obst und Gemüse, Vollwertprodukte und Milcherzeugnisse, die die Haut mit Vitaminen und anderen wichtigen Inhaltsstoffen versorgen.
Von außen
Während die Haut im Sommer mehr Feuchtigkeit von außen benötigt, ist im Winter eine fetthaltige Gesichtscreme wichtig. Greifen Sie zu einem besonders lipidhaltigen Produkt ? oder nutzen Sie im Winter auch tagsüber ihre Nachtcreme, die meist mehr Fett enthält. Gegen möglichen Fettglanz hilft ein leichtes (transparentes) Puder.
Bei der Reinigung der Haut sollte man auf sanfte Kosmetika achten. Rückfettende Reinigungslotionen und Waschcremes mit einem hautähnlichen pH-Wert (5,5) sind jetzt besser als alkoholhaltige Lotionen oder gar Peelings. Letztere greifen den natürlichen Schutzfilm der Haut jetzt zu sehr an.
Das gilt nicht nur für das Gesicht, sondern auch für den Körper. Er braucht jetzt regelmäßige, fetthaltige Pflege. Empfehlenswert sind wärmende Körperöle (z.B. mit Lavendel), die direkt nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut aufgetragen werden.
Wer gerne badet, sollte auf Temperatur und Badezeit achten. Nach etwa zehn Minuten entziehen heiße Bäder der Haut Feuchtigkeit. Wer allerdings ein pflegendes Badeöl benutzt und auf eine Wassertemperatur zwischen 32 und 35 Grad Celsius achtet, kann sich gut eine Viertelstunde lang in der Wanne entspannen.
Extratipp: Beim Abtrocknen nach dem Duschen oder Baden die Haut nicht zu sehr mit dem Handtuch abrubbeln, um die Pflegestoffe aus Duschlotion oder Badezusatz nicht gleich wieder zu entfernen.
Auf der Skipiste oder bei langen Winterwanderungen empfiehlt sich außerdem eine Kälteschutzcreme, vor allem für die ?zarteren? Hautpartien wie Lippen, Ohren und Nase. Hier sollten Sie außerdem auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten ? in der Kälte ist die Haut besonders empfindlich und das UV-Licht der Höhensonne ist jetzt besonders gefährlich.
Wie das Gesicht sind auch die Hände der Kälte besonders häufig ausgesetzt. Auch sie sollten jetzt regelmäßig mit einer fetthaltigen Creme gepflegt werden, besonders nach dem Händewaschen oder dem Geschirrspülen. Und: Vergessen Sie beim Winterspaziergang Ihre Handschuhe nicht!
Menschen mit besonders trockener oder empfindlicher Haut sollten sich beim Hautarzt beraten lassen und Produkte benutzen, die auf die besonderen Bedürfnis ihrer Haut abgestimmt sind. Produkte mit Harnstoff (Urea), Hyaluronsäure, Vitamin E oder auch Cortison können jetzt vonnöten sein.

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